Chursächsische Philharmonie
Orchester der Sächsischen Staatsbäder Bad Elster
und Bad Brambach
Weltoffenheit und kultureller Dialog sind in Chursachsen schon seit Beginn
des 19. Jahrhunderts tief verankert. Über die Grenzen hinweg gibt
es hier seit jeher einen regen künstlerischen Austausch, welcher
besonders die drei großen Musikregionen Europas - Böhmen, Bayern
und Sachsen - miteinander verbindet. Heute sieht sich die Chursächsische
Philharmonie - als Orchester der Sächsischen Staatsbäder Bad
Elster und Bad Brambach - mit ihren Musikern in eben dieser Tradition
verwurzelt. Dabei definiert man hier den Traditionsbegriff ganz im Sinne
von Gustav Mahler (1860-1911): Tradition ist Bewahrung des Feuers,
nicht Anbetung der Asche...

Historie: Nach der Entdeckung von Heilquellen in Bad Elster ließ
der Gerichtsdirektor Karl Staudinger im Jahre 1817 seinen Freund den Musiker
Johann Christoph Hilf ein Orchester zusammenstellen. Hilfs Sohn Christoph
Wolfgang war Konzertmeister des Leipziger Gewandhausorchesters und Solist
unter Felix Mendelssohn Bartholdy, sowie ein von Kollegen wie Schumann,
Spohr und Marschner geschätzter Musiker, als Elster im Jahre 1848
Königlich-Sächsisches Staatsbad wurde. Unter seiner Leitung
avancierte das aus 36 Musikern bestehende Orchester schließlich
zur "Königlichen Badekapelle" und wurde damit ein unverzichtbarer
Bestandteil sächsischer Kultur.
Gegenwart: Die gesellschaftlichen Veränderungen in Deutschland Ende
der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts haben wiederum neue Anforderungen
an den Musikbetrieb in den Sächsischen Staatsbädern und den
Freistaat Sachsen gestellt. Die Chursächsische Philharmonie unter
der Gesamtleitung von Musikdirektor Florian Merz bietet seit 1992 mit
einer bundesweiten neuen Struktur und einem klaren künstlerischen
Konzept eine Antwort auf diese Herausforderung. Künstlerisches Ziel
dabei ist es, die Musik aller Epochen möglichst stilsicher im Originalklang
zur Aufführung zu bringen. Konsequent verfolgt führt dieser
Weg aus Sicht der Chursächsischen Philharmonie unweigerlich zur Verwendung
historischer Instrumente aus den verschiedenen Stilrichtungen des Barock,
der Klassik und der Romantik.
Der Rückgriff auf autographe Partituren hat eine intensive Zusammenarbeit
mit Musikwissenschaftlern, Universitäten und vogtländischen
Instrumentenbauern zur Selbstverständlichkeit werden lassen. Das
vielseitige Repertoire reicht von Kammermusik über Orchesterkonzerte
bis hin zu szenischen Musiktheaterproduktionen. Diese konsequente Arbeit
der Philharmonie zeigen auch die erfolgreichen Kooperationen mit anderen
Kulturträgern, wie den Landesbühnen Sachsen, der Semperoper
Dresden und der Frauenkirche Dresden, die sich mittlerweile zu festen
künstlerischen Partnerschaften entwickelt haben.
Die Chursächsische Philharmonie ist durch ihre vielbeachteten Konzerttätigkeiten,
CD-Aufnahmen sowie den Rundfunk- und Fernsehproduktionen zum wichtigsten
Kulturdienstleister und Kulturbotschafter der Region avanciert. Durch
ihre hohe künstlerische Qualität hat sie sich in den letzten
Jahren in Deutschland und dem europäischen Ausland einen hervorragenden
Ruf erworben und wird als regional bedeutsame Einrichtung durch den Kulturraum
Vogtland gefördert. Der Sitz der "Chursachsen" ist das
berühmte König Albert Theater in Bad Elster.
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